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Samstag, 25. Februar 2017

Die Torte aus dem Plotter - Erste Erfahrungen mit Fondantpapier

Da ich sehr gerne herumprobiere und Kochen & Backen zu meinen Hobbies zählen, nehme ich die Geburtstage meiner Lieben immer zum Anlass, neue Tortendekos auszuprobieren. Jede Torte orientiert sich dabei an den jeweiligen Geschenken oder einem individuellen Thema.
Im Februar stehen gleich zwei Geburtstage an und ich habe mir gedacht:

Wenn der Cameo ohnehin schonmal da steht,
warum nicht auch die Torte damit dekorieren?

Eher zufällig bin ich auf Fondantpapier gestoßen und siehe da, mein Patisserie-Versandhandel, bei dem ich schon oft mit fast schon dickmachenden Gelüsten den Katalog durchgewühlt habe, hat es tatsächlich im Sortiment.

Warum ist mir das nur nie aufgefallen?

Egal. Bestellt, geliefert und ich habe nun eine Packung hier liegen mit einer Trägerfolie, auf der eine Schicht aus Fondant aufgebracht ist, die eher aussieht wie Esspapier und eigentlich scheckt wie Pappe mit etwas Zucker.

Der erste Versuch dieses Material für einen Testschnitt in den Plotter zu laden, ließ schreckliches befürchten. Die Fondantschicht ist so locker auf der Trägerfolie, dass sie sich ablöst anstatt unter die Transportrollen zu rutschen. Also Material raus und an beiden Seiten mit dem Skalpell einen ca. 0,5cm schmalen Streifen Fondantmasse vom Träger weggeschnitten.
Gerade so viel, dass die Antriebsrollen auf der Folie, nicht aber auf der Masse laufen.
Der zweite Versuch das Material in den Plotter zu laden funktionierte nun problemlos.

Geizig, wie ich nun mal bin, habe ich mir natürlich kein einfaches Testmotiv ausgesucht. Nein, es musste natürlich gleich eine ganze Zusammenstellung von Motiven mit vielen kleinen Details sein, so wie ich es bei Vinyl und Flex gewohnt bin. Die ersten Schnittlinien ließen aber schon erkennen, dass hier ein fehlerfreies Entgittern nicht wirklich möglich sein wird.

Also:
Druck abgebrochen, Fondant am anderen Materialende neu geladen und ein anderes Motiv.
Nun habe ich das Motiv stark vereinfacht, die Schnitteinstellungen nochmal etwas nach oben korrigiert und den Plot gestartet. Bereits die ersten cm sahen viel besser aus als zuvor und gaben ein sehr beruhigendes Gefühl.
Das fertige Motiv ließ sich sehr gut entgittern und kam dann erstmal wieder in die Verpackung zurück, um dort auf den Einsatz auf der Torte zu warten.


Eine Frage, die sich mir zu diesem Zeitpunkt stellt:

Wie um Gottes Willen bekomme ich das nun auf eine Sahnetorte?

  • Entweder ich drehe das Ganze um und entferne den Träger erst auf der Torte, so wie es bei Flex gemacht wird. Dann werde ich aber die Sahne ziemlich vermatschen.
  • Oder ich hebe es Stück für Stück vom Träger ab und versetze es dann mit diversen Werkzeugen auf die Torte. 
Da ich den Fondant noch mit der Airbrush und Lebensmittelfarben einfärben möchte, kommt ohnehin nur die zweite Variante in Frage, also warte auch ich nun auf den nächsten Schritt.

In der Zwischenzeit, und während der Tortenboden auskühlen musste, habe ich dann noch ein paar kleinere Schmetterlinge geplottet und mit Lebensmittel-Farbstiften angemalt. Das geht auf jeden Fall viel besser als auf ausgerolltem Fondant, da das Fondantpapier eine rauhere Oberfläche hat.

Mein Fazit: 
Fondantpapier ist sicherlich eine gute und einfache Möglichkeit um effektvoll eine besondere Torte zu dekorieren. Die Möglichkeiten sind vielfältig, auch wenn man sicherlichetwas umdenken muss gegenüber Vinyl, da feine Details schwerer herauszuarbeiten sind. Ich für meinen Teil werde mich auf jeden Fall weiter damit auseinandersetzen und herumprobieren. Wer weiß, vielleicht leiste ich mir nun doch noch einen Drucker für Lebensmittelfarben und mache dann bald Print&Cut Torten.

Aber jetzt heißt es erst einmal: 

T O R T E    E S S E N   !  !  !

Nachtrag:

Schnitteinstellungen:
Autoblade, Messer 3, Geschwindigkeit 5, Dicke 33
  • Das Fondantpapier schmeckt viel besser, nachdem es auf der Sahne ein wenig angeweicht ist.
  • Der Transfer des Fondantpapiers vom Träger auf die Torte war überhaupt kein Problem, da dieser nach ein wenig Ruhezeit (die habe ich wegen des Airbrushens ohnehin zum Trocknen warten müssen) etwas fester wird und sich dann ganz gut anheben lässt.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Von Urheberrecht, Bildnutzung und Präsentation der eigenen Werke

Ein leidiges Thema, das nicht nur in Facebook-Gruppen zu Verwirrung und Ärger führen kann, ist die Verwendung von Bildmaterial für eigene Projekte.

Was ist erlaubt, was geduldet? 

Was sollte man hingegen auf alle Fälle vermeiden?


In diesem Beitrag versuche ich ein wenig Licht ins Dunkle der geltenden Gesetze zu bringen.
Generell gilt:

Ohne alle Einschränkungen erlaubt ist es nur,
völlig eigenhändig erstellte Werke zu zeigen.


Das heißt:
  • Selbst erstelltes Objekt
  • Selbst erstelltes Motiv
  • Selbst erstellte Schrift
  • Selbst gefertigtes Produkt daraus
  • Selbst erstelltes Foto davon
Sobald irgendeine andere Person oder ein Unternehmen an einem dieser Schritte maßgeblich beteiligt ist, wird es schon kompliziert.
Ist das Objekt z.B. ein gekauftes Shirt von der Stange, wird in aller Regel niemand etwas daran beanstanden, dass dieses verarbeitet und durch z.B. einen Druck verändert wird.
Handelt es sich hingegen um ein Designerstück, dass durch besonderen Schnitt oder Design eindeutig dem Hersteller zuzuordnen ist, greift man in dessen Produktlinie ein und begibt sich rechtlich auf sehr dünnes Eis. Dies wird natürlich umso dünner, wenn dabei noch der Name des ursprünglichen Herstellers / Designers genannt wird. Hiermit wird (in den Augen des Gesetzes) suggeriert, dass dieser von der Projektumsetzung Kenntnis hatte oder gar daran beteiligt war. Auch wird (im Falle eines Verkaufs) der Name als werbewirksames Mittel eingesetzt. Das ist verboten!

Ebenso sieht es aus, wenn die tiefen Bilderrahmen eines schwedischen Möbelhauses beplottert werden. Die Bearbeitung für private Zwecke ist erlaubt. Auch ein Verkauf auf z.B. Weihnachtsmärkten, wird vom Möbelhaus geduldet. Wird jedoch der Name der Produktreihe in einer Verkaufannonce genannt oder steht dieser noch in Form des Originaletiketts auf der Rahmenrückseite, ist dies ein Verstoß gegen geltendes Recht und es drohen rechtliche Konsequenzen.

Fazit:

Beim Objekt möglichst universelle Dinge nutzen,
die keinem Hersteller eindeutig zuzuordnen sind.


Das Motiv, also ein Bild, dass aufgedruckt werden soll, bereitet vermutlich die größten Schwierigkeiten. Generell gilt hier: Eine Abbildung jeglicher Art, die nicht frei und eigenhändig entworfen und gestaltet wurde, unterliegt dem Urheberrecht und ist damit besonders geschützt.

Was heißt das aber nun genau?


Eigentlich darf man nichts verwenden, was nicht selbst und aus der eigenen Phantasie heraus gezeichnet wurde. Hier gibt es aber (zum Glück) auch Einschränkungen.
Viele "Künstler" (hiermit meine ich generell jetzt alle (Hobby- oderProfi-) Grafiker, Fotografen, ..., die ein Motiv geschaffen haben), geben ihre Motive zur Nutzung frei.
Hierbei gibt es aber verschiedene Abstufungen der Freigabe:
  • Nutzung für private Zwecke
  • Nutzung für gewerbliche Zwecke (eventuell mit Einschränkungen auf Art und Umfang der Nutzung)
  • Nutzung mit Namensnennung
  • Nutzung ohne Einschränkung auch ohne Nennung des Künstlers
Die Nutzungsrechte gemäß dieser Abstufungen dürfen sich durchaus überschneiden und können kostenlos oder gegen Entgelt übertragen werden.
Leider ist das Urheberrecht derart undurchsichtig, dass sich selbst Anwälte damit oft nicht ausreichend auskennen. Anstatt auf eine Lücke zu hoffen und sich zwischen den Regeln durchzumogeln, sollte man daher auf Nummer sicher gehen.

Möglichkeiten zur sicheren Bildnutzung sind:

  • Kauf von Nutzungsrechten und Einhaltung der jeweiligen Bestimmungen (Nennung von Künstlername und Bildquelle, Einhaltung der mitgeteilten Bestimmungen und des Umfang des übertragenen Nutzungsrechts). Hierunter zählt etwa der Kauf von Plotvorlagen aus dem Silhouette Store, von Fotos bei Bildagenturen wie Fotolia, Getty oder Shutterstock, der Kauf von Vorlagen in Form von Bildsammlungen auf CD/DVD, etc.
  • Die völlig eigenständige Erstellung von Motiven. Achtung: Ein Bild, das nach einer Vorlage gezeichnet wird (egal ob abgepaust oder freihändig) ist kein eigenes Werk. Sobald das Originalbild in irgendeiner Weise (für einen Anwalt) eindeutig erkennbar und zuzuordnen ist, ist es eine unerlaubte Kopie und damit ein Rechtsverstoß.
  • Die Verwendung von Motiven, die als Public-Domain gekennzeichnet oder unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht wurden.
    Vorsicht ist aber auchhiergeboten. Es kann durchaus vorkommen, dass im Internet Bilder als CC0 (frei verwendbar ohen Nennung des Erstellers und ohne Einschränkungen) gekennzeichnet sind, die aber auf einer anderen Seite dann beschränkt angeboten werden. Darum sollte man sich absichern und zu jedem Bild, egal woher es kommt, die Quelle notieren sowie wie und wann es dort angeboten wurde. Am besten sogar noch ein Bildschirmfoto archivieren.
    Zu den einzelnen Stufen der CC Lizensierung gibt es umfangreiche und aussagekräftige Informationen bei Wikipedia. (https://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons)
Egal, welche dieser Möglichkeiten man nun wählt; Anwälte, die nach unberechtigten Nutzungen von Bildmaterial im Netz suchen, wissen nicht wo wir unser Material her haben. Aus diesem Grunde ist es immer ratsam, die Bildquelle anzugeben, soweit dies möglich ist.

Schriften sind ein weiteres Streitthema. 

Während bei einer privaten Nutzung, die am PC installierten Schriften meist geduldet werden, ist dies bei einer gewerblichen Nutzung ein klares Tabu. Für die gewerbliche Nutzung gibt es ebenso wie bei Bildern eine Lizensierung in mehreren Stufen. Gekaufte Lizenzen für Schriften sind häufig unbeschränkt. Viele der "kostenlosen" Schriften sind dies aber für den gewerblichen Bereich eben leider nicht. Auch hier sollte dringend auf eine lückenlose Dokumentation genutzter Schriftarten geachtet werden. Alternativ lohnt sich die Mühe, eine eigene Schrift zu erlernen und diese, vor allem im Plotbereich, handschriftlich zu schreiben, einzuscannen und nachzuzeichnen.
Eine Sammlung frei verfügbarer Schriften, die auch gewerblich genutzt werden dürfen, wird in Kürze den Blog erweitern.

Wenn wir nun aber alles zusammengetragen haben: Ein Objekt mit einem schönen Motiv und ggf. einem Text versehen haben. Was dürfen wir dann damit tun?
Privat tragen dürfen wir alles, was wir erstellt haben. So dürften wir theoretisch auch ein exklusives Designershirt mit einem Bild eines noch lebenden Künstlers bedruckt, mit einer beliebigen Schrift beschriftet und möglicherweise noch einen beliebigen, geschützten Firmennamen oder deren Logo drauf tragen und uns damit frei bewegen, so viel wir wollen.
Sobald wir aber davon ein Foto machen und dieses veröffentlichen, sieht es ganz anders aus.
Hier wird bewertet, welchen Stellenwert das entsprechende Shirt,etc. in dem Foto hat. Ist es lediglich Beiwerk, wäre das soweit okay. Ist es aber bildwichtiger Bestandteil, ist es vermutlich ein Strafbestand. Diese Einschätzung nach bildwichtig oder nicht, nehmen aber nicht wir vor, sondern dies geschieht durch Anwälte, die nur dann verdienen, wenn sie uns eine unberechtigte Nutzung nachweisen können.

Fragen wir also nach "Warum hält die Folie nicht?", sollten wir nicht das ganze Motiv zeigen, sondern lediglich einen Teil, der das Problem zeigt.

Fragen wir nach "Wie gefällt euch das Motiv, das ich gerade gekauft habe?", sollten wir das Bild mit einem Wasserzeichen versehen (Nachzeichnen des Bildes erschwert bis unmöglich) und die Bildquelle nennen.

Zeigen wir ein selbstgenähtes Kleid mit Aufdruck, dann schadet es nicht, wenn der Aufdruck durch Falten und verdeckte Teile aus dem Augenmerk des Betrachters verschwindet.

Wollen wir etwas verkaufen - selbst wenn es auf Flohmarkt oder Weihnachtsmarkt geschieht - müssen wir  sicherstellen, dass wir alle Rechte an den verwendeten Motiven, Schriften, etc. haben.

Ich hoffe ich konnte damit einen kleinen Einblick in die Problematik des Urheberrechts verschaffen.
Das ganze hier kann leider nur die Oberfläche ankratzen, aber vielleicht sensibilisiert es ein wenig.

Wenn man tiefer in das Thema einsteigt, sieht man, dass es noch sehr viel komplexer wird. Sogar Texte sind zumTeil geschützt. Aktuell bekanntestes Negativbeispiel ist der Schriftzug "Großer Bruder". Egal in welcher Schrift oder Gestaltung, darf niemand außer dem Rechte-Inhaber diese Worte auf Textilien drucken, weil diese Textfolge geschützt ist.

Auch gibt es Fälle, in denen selbst entworfene und gestaltete Motive zu Abmahnung und hohen Strafen führten, weil irgendwo anders auf der Welt zufällig ein gleichartiges Motiv erstellt und geschützt wurde.

Je weniger Risiko wir eingehen, umso kleiner ist die Gefahr abgemahnt zu werden.
Daher sollten wir, wo immer möglich, mit den verwendeten Motiven und Schriftarten immer die Quellen und Bezeichnungen angeben und sicherstellen, dass wir zu deren Nutzung im jeweiligen Umfang auch berechtigt sind.

Sonntag, 12. Februar 2017

Strichbild von Foto erstellen (Photoshop)

Häufig wird gefragt, wie denn Fotos oder Farbbilder für das Plotten umgewandelt werden können. Dies möchte ich hier an einem kleinen Beispiel durchgehen.


Ich verwende dazu Photoshop. Wer ein anderes Programm nutzt, wird diese Anleitung aber sicher auch entsprechend umsetzen können.

Zuerst wird das Bild ganz normal geöffnet. Es befindet sich auf der Hintergrundebene. Durch Doppelklick wird diese in eine einfache, bearbeitbare Ebene umgewandelt.
Von dieser Ebene erstellen wir ein Duplikat und stellen dieses auf "farbig abwedeln"
Anschließend wird die duplizierte Ebene mit [STRG+I] invertiert.

Nicht wundern, falls jetzt ein unerwartetes Ergebnis zu sehen ist. Das korrigiert sich gleich.

Jetzt nutzen wir den Filter "Gaußscher Weichzechner". Je nach Motiv variieren hier die optimalen Einstellungen, so dass es wieder mal heißt: Lange mit den Schiebern spielen, bis das Ergebnis passt.

Anschließend das Ganze auf eine Ebene reduzieren und mit Bild - Korrekturen - Schwellenwert die bestmögliche Trennung zwischen reinem schwarz und reinem weiß festlegen.
Fertig.

Die einzelnen Schritte sind im Video nochmal zu sehen.




Dienstag, 7. Februar 2017

Print and Cut

Eine der Stärken des Cameo ist Print&Cut. Dies ist auch der Grund, warum ich überhaupt auf den Cameo aufmerksam wurde und mich entschieden habe, meinen bisherigen Roland-Stika Plotter nach fast 16 Jahren nun doch ins Regal zu verbannen.

Es gibt viele Fälle, in denen es sinnvoll ist ein Motiv vor dem Aufbringen auf Textil oder ein anderes Material konturgenau auszuschneiden. Sei es die Anfertigung von individuellen Aufklebern, der Fotodruck auf dunkle Materialien oder Glas, etc...Bisher gab es dafür lediglich zwei Möglichkeiten. Entweder man investierte eine Menge Geld in ein Profigerät, oder aber man bearbeitete den Ausdruck lange und ausgiebig mit dem Skalpell.

Durch Silhouette mit Print&Cut (und in ähnlicher Weise Brother mit ScanNCut) ist es auch Hobby-Nutzern nun möglich ihre Motivkonturen fast vollautomatisch mit dem Plotter zu schneiden.

Anhand eines einfachen Bildes, das euch in meinem Blog nun noch öfters begegnen wird, möchte ich heute einen Print & Cut Auftrag von Anfang bis Ende durchgehen. Wer möchte, kann es natürlich gerne zu Hause mitmachen.
Das Motiv steht unter der CC0 Lizenz und darf beliebig (auch gewerblich) genutzt, verändert und weitergegeben werden. Einne Nennung von Quelle oder Ersteller ist nicht notwendig.
.

Auf gehts !
Zuerst öffnen wir in Studio ein leeres Zeichenblatt und fügen das Bild dort ein. Wir können es entweder einfach von der Festplatte auf die Zeichenfläche ziehen oder über "hinzufügen" von der Festplatte holen. Wenn wir stattdessen das Bild über "Öffnen" holen, erstellen wir damit gleich die Zeichenfläche neu (ist natürlich auch okay).
Was nicht geht, ist das Bild gleich aus dem Internet in die Zeichenfläche zu ziehen. Da es sich um ein .png mit transparentem Hintergrund handelt, wird dieser dabei schwarz eingefärbt und wir bekommen ein schwarzes Rechteck mit dem Jungen drauf. Also erst speichern und dann auf die Studio Zeichenfläche holen.

Zunächst müssen wir nun unsere Druckausgabe vorbereiten. In den Design-Seiteneinstellungen [CTRL+F1] wählen wir hierzu die Materialgröße für den Druck aus. Dies ist eine der Haupt Fehlerquellen beim Print&Cut. Wählen wir hier ein falsches Format, stimmen die Passermarken nicht und der Plotter schneidet irgendwas aber nicht unsere Konturen (Wenn er überhaupt schneidet).
Da ich einen A4 Drucker nutze, das Motiv hier aber viel kleiner ist, wähle ich als Papiergröße A5, Hochformat, nichtgedreht.
Später beim Schneiden möchte ich das auf einer Cameo Schneidematte (12x12 inch) positionieren. Auch das stelle ich bereits jetzt ein.

Nun geht es an die Registrierungsmarken [CTRL+F3]. 

Bei "Stil" wählen wir Typ1 für Cameo, Portrait,Curio.Auf unserer Zeichenfläche erscheinen nun 3 markierungen (ein quadrat und zwei gewinkelte Linien, verbunden durch eine rote Linie und teilweise durch eine Gitterstruktur (Schraffur) unterlegt. Die Schraffur wird beim Druck jedoch nicht erscheinen. Diese Registrierungsmrken (auch Passmarken oder Passermarken genannt) sagen dem Gerät später, wo genau sich unser Motiv befindet.
Jetzt positionieren wir unser Motiv so, dass es nicht über die rote Linie hinausragt und auch die Schraffur nicht berührt.

Technischer Hintergrund dazu: Unser Plotter verfügt übere eine einfache Scanfunktion um die Passermarken zu erkennen. Hierbei handelt es sich aber nicht um eine fotografische Erkennung, sondern lediglich die Erkennung von Hell/dunkel Unterschieden. Beim späteren Schneidevorgang wird dieser Scanner (der sich übrigens genau zwischen den beiden Werkzeughaltern des Cameo3 befindet) über das Blatt fahren und zunächst links unten nach einem weißen (hellen) Bereich mit einem schwarzen Quadrat suchen. Anschließend sucht er genau unterlalb nach einem hellen Bereich mit schwarzer Linie und prüft den abgeknickten teil der Linie. Hierbei wird auch bereits erkannt, ob der Druck eventuell schief auf der Matte liegt. Als letztes wird die rechte obere Markierung ebenso geprüft und die tatsächliche Position der Motivkontur auf der eingezogenen Schneidematte errechnet.

Würden wir jetzt gleich Druckenund anschließend versuchen zu schneiden, würde unsder Plotter vermutlich zwar die Passermarken abfahren und diese auch erkennen, geschnitten wird aber nichts.
Es fehlt die zu schneidende Kontur.
Um die Kontur zu erstellen,klicken wir mit der Maus aufund öffnen damit das "Nachzeichnen"-Fenster. Klick auf "Bereich zum Nachzeichnen auswählen", einen groben Rahmen um unsere Figur ziehen, auf "Außenrand nachzeichnen" klicken. Es wirkt, als härtte sich nichts verändert. lediglich eine dünne rote Linie umfließt nun unser Motiv.
Würden wir nun unser Motiv anklicken, könnten wir es anschließend aus dieser "Hülle" hinausziehen. Da wir es aber noch drucken müssen, tun wir dies jetzt NICHT.
 
 
(Falls ihr es doch versehentlich schon verschoben habt, dann einfach beides markieren und mittig ausrichten).
 
Jetzt kann das Motiv gedruckt werden. 
Hierzu wie in anderen Anwendungen auch auf Datei - Drucken gehen oder [STRG+P] drücken, den entsprechenden Drucker auswählen und den Druck wie gewohnt starten.
Wichtig ist, das ab jetzt an der Zeichenfläche nichts mehr verändert werden darf. Passiert dies doch (absichtlich oder versehentlich), muss neu gedruckt werden.
Den fertigen Druck dann so auf die Schneidematte kleben, dass die linke, obere Kante des Druckpapiers (/der bedruckten Folie) an der linken und oberen Kante der Rasterung auf der Matte anliegt. So wie es eben auch auf eurer Zeichenfläche angezeigt wird. Das Papier (/die Folie) sollte diese aber nicht überragen.
Die Schneidematte nun in das Gerät laden, im Menue für die Schnitteinstellungen [STRG+F2] die entsprechenden Einstellungen für das bedruckte Material vornehmen, und den Schneidevorgang starten.
Der Plotter beginnt nun das Material zu laden, die drei Markierungen zu suchen und anschließend die Kontur zu schneiden. Wird eine der Markierungen nicht gefunden, stoppt der Vorgang und am Display erscheint eine entsprechende Meldung.

Es kann sein, dass Markierungen icht erkannt werden, wenn:
  • Das Material stark spiegelt (Licht des Scanners wird gespiegelt)
  • Das Umgebungslicht zu hell ist (Licht des Scanners wird überdeckt)
  • Das Material grün ist oder beim Schnittvorgang grün beleuchtet wird
    (s. "Farbtheorie" in einem späteren Beitrag)
  • Die Lampe des Scanner-Kopfes durch z.B. Folienreste verschmutzt ist
    (nachsehen und ggf. reinigen)
  • Die Lampe des Scanner-Kopfes defekt ist
    (wenn beim Erkennungsvorgang kein rotes Licht neben dem Messer zu sehen ist).
Oft hilft es schon, beim Erkennungsvorgang den Gehäusedeckel zu schließen oder das Licht im Raum etwas abzudunkeln.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Erste Schritte mit dem Cameo

Für die, die den Cameo gerade erst bekommen haben und nicht wirklich wissen, wie sie jetzt am besten starten sollen möchte ich hier versuchen, eine kleine Anleitung für einen allerersten Plot zu geben.

Vorausgesetzt wird hier nur, dass der Cameo angeschlossen ist, die Studiosoftware installiert, der Cameo eingeschalten (schaltet sich selbständig nach einer Zeit der Untätigkeit ab, also ggf. erneut einschalten) und auch von der Software erkannt ist. 

Der erste Schnitt auf Vinyl (selbstklebendes Vinyl)

Um einen ersten Schnitt zu wagen, brauchen wir zunächst ein Motiv.
Mit der ersten Verbindung der Studiosoftware zum Silhouette-Store, wurden in der Regel diverse Motive in die Library geladen. Diese findet ihr, wenn ihr [Strg+Alt+l] drückt oder auf das Buchsymbol in der Werkzeugleiste klickt.

Wählt dort ein Symbol eurer Wahl mit Doppelklick aus und das Programm springt wieder zur Zeichenfläche zurück, wo das gewählte Motiv angezeigt wird.

Dieses Motiv lässt sich nun anklicken, verschieben, vergrößern, verzerren, ... Ganz nach Wunsch und Laune. Problematisch wird es, wenn das Motiv aus mehreren Teilen besteht. Dann kann es sein, dass nur ein Teil davon verändert wird. Aus diesem Grunde ist es sinnvoll, Motive vor irgendeiner Veränderung zu gruppieren. Hierzu einfach einen großen Rahmen um das gesamte Motiv aufziehen und mit [CTRL+G] die Einzelteile gruppieren.
Dann lässt sich die Gruppe als Ganzes manipulieren und alle Einzelteile bleiben dennoch an der richtigen Position. Idealerweise solltet ihr das Motiv so platzieren, dass es etwa 1cm vom oberen linken Rand beginnt. Dann nutzt ihr die Folien vermutlich am besten aus. Für einen ersten Versuch sollten aber hier etwa 2cm Platz bleiben, damit wir benötigte Testschnitte durchführen können.Hierzu später mehr.

Die Zeichenfläche zeigt im Normalfall die Cameo Schneidmatte als Hintergrund. Ist das nicht der Fall, dann sollte dies idealerweise bei den Seiteneinstellungen aktiviert werden. Hierzu mit [CTRL+F1] das entsprechende Einstellungsmenue aufrufen und als Träger die passende Schneidmatte auswählen.

Ist dies geschehen, sieht man auf dem Bildschirm genau, wo das Motiv auf der Matte geschnitten wird und kann das Vinyl entsprechend platzieren. Die Schneidmatte ist mit einem Raster versehen, jeder Linienabstand beträgt dabei ein Inch (=2,54cm). Die Schutzfolie von der Schneidmate abnehmen und das Vinyl mit dem Papierträger auf der Schneidmatte positionieren. wichtig ist dabei, dass die Folie nicht über das Raster der Matte hinausragt, da sonst die Matte beim Schnitt eventuell nicht korrekt transportiert werden kann.
Nun geht es an die Schnitteinstellungen.
Das entsprechende Menue mit der Maus oder mit [CTRL+F2] aufrufen. Hier gibt es verschiedene Einstellungsmöglichkeiten. Wichtig ist vor allem "Schnittstil", "Tool 1" und "Materialtyp".

Der Schnittstil sollte meist (bei fertigen Motiven) korrekt eingestellt sein. Hier kann - nach Auswahl durch einfaches Anklicken - für jeden Teil eines Motivs getrennt festgelegt werden, ob dieser Teil ignoriert, geschnitten oder perforiert werden soll. Bei Schnitt und Perforation gibt es dann noch die Unterscheidung zwischen Rand- und Pfadgetreu. Die Bilder bei der jeweiligen Auswahl sind weitgehend selbsterklärend. Bei einem wird nur das Gesamtmotiv an der äußersten Linie geschnitten, bei der anderen Option wird jedes Element für sich betrachtet. Diese Unterscheidung gilt aber nur bei sich überlappenden Teilen. Sind diese ohne Berührung, werden sie getrennt behandelt, auch wenn eines innerhalb des anderen liegt.

Da wir unser Motiv zuvor gruppiert haben, werden die Einstellungen für alle Elemente gleichzeitig geändert.

Wenn das Messer in der linken Halterung (1) eingesetzt ist, wählen wir Tool 1. (Die dem Cameo beiliegende Automatic Blade kann nur in den Halter 1 eingesetzt werden). Nun wählen wir das Material für Tool 1 aus. Da wir Vinyl schneiden wollen, wählen wir zunächst "Silhouette Vinyl". Nach Auswahl erscheint unterhalb der Materialauswahl ein weiteres Optionsmenue "Bearbeitung: Silhouette Vinyl". Hier wird dem Programm mitgeteilt, welches Werkzeug wir überhaupt verwenden und dieses entsprechend eingestellt. Leider rutscht das Programm standardmäßig auf die Ratschenklinge. Da der Cameo 3 jedoch mit der Automatik Blade ausgeliefert wird und diese vermutlich bei euch ja auch verwendet werden soll, müssen wir diese entsprechend anwählen. Die Einstellungen, die Studio uns für das Material vorgibt, passen meist ganz gut. Zur Sicherheit sollten wir aber bei jedem Material durch Testschnitte die optimalen Einstellungen ermitteln und uns diese gesondert notieren.

Laden wir zunächst die Matte mit dem aufgeklebten Vinyl in den Cameo. Wichtig ist dabei, dass die linke Kante an der Markierung des Cameo anliegt und die Matte gerade eingeführt wird. Die rechte Führungsrolle ist mit ein klein wenig Kraft verschiebbar und rastet an zwei Positionen ein, so dass zwei verschiedene Materialbreiten sicher transportiert werden können. 
Die Achse mit den Rollen lässt sich mit einem Hebel an der rechten Seite (links vom Display) lösen. Darauf achten, dass dieser Hebel nach oben steht und damit die Achse genügend Druck auf das Material ausübt. Nun die Schneidmatte an die Transportrollen anlegen und auf dem Display "Laden" auswählen.
Die Matte wird etwa 1-2 cm eingezogen und verbleibt zunächst dort.
Für den Testschnitt widmen wir uns wieder dem Menue mit den Schnitteinstellungen. Ganz unten befindet sich die Auswahl für den Testschnitt. Ein kleines Fadenkreuz um das Material bzw. den Werkzeughalter zu bewegen und der Schriftzug "Testschnitt Tool 1" als Schaltknopf für den Schnitt.
Starten wir den Vorgang mit Klicken des Schriftzugs "Testschnitt", setzt sich der Cameo in Bewegung. Er schneidet ein kleines Quadrat mit einem Dreieck in die Folie. Um das Ergebnis zu beurteilen, müssen wir diese aber mit "Entladen" auf dem Display entfernen. Wenn das gerade geschnittene Testmotiv (Quadrat mit Dreieck) so aussieht, dass sich zwar das Vinyl entfernen lässt, der Träger auf der Matte aber nicht beschädigt ist, dann haben wir die optimalen Einstellungen. Ist der Schnitt zu tief, sollte die Schnitttiefe verringert werden - lässt sich das Vinyl nicht abheben, ist der Schnitt zu gering, also muss ide Schnitttiefe erhöht werden. Hierzu in der Darstellung des Schneidmessers rechts und links neben den Zahlen die kleinen Dreiecke nutzen und in kleinen Schritten anpassen. Die Materialdicke sollte zunächst nicht verändert werden. Nach jeder Korrektur sollte ein neuer Testschnitt angefertigt werden bis das optimale Ergebnis erreicht wurde. Damit nicht immer auf das selbe Stück Folie geschnitten wird, kann mithilfe des Fadenkreuzes im Testschnitt-Menue die Position des Testschnitts angepasst werden.

Ist das Messer korrekt eingestellt, die Matte einmal entladen und wieder laden um an den Beginn der Folie zu gelangen (erübrigt sich nach nur einem Testschnitt, da hier ja nicht über das Fadenkreuz angepasst wurde). 
Nun mit "An Silhouette senden" den eigentlichen Schnittvorgang starten und abwarten, bis dieser beendet ist.
Die Schneidmatte mit "Entladen" aus dem Cameo entnehmen und das Motiv entgitterm.
Hierbei werden die Teile des Vinyls abgezogen, die später nicht auf dem fertigen Objekt zu sehen sein sollen. zur leichteren Handhabung ist es gut, das Vinyl hierbei auf der Matte zu belassen.

Vektorgrafik oder Bitmap ? Was es ist und wofür man's braucht.

Bitmap basierte Programme wie Photopaint, Photoshop, Gimp, Paint, ... sind Pixelschieber. Stellt sie euch vor wie eine Software, die riesige Listen erstellt:
Reihe 1, Pixel 1: Rot,
Reihe 1, Pixel 2: Rot,
Reihe 1, Pixel 3, Rot,
Reihe 1 Pixel 4. Rot,
Reihe 1, Pixel 5: Rot,
Reihe 1 Pixel 6: Rot,
Reihe 1, Pixel 7: Schwarz,
Reihe 1, Pixel 8: Schwarz, 
Reihe 1, Pixel 9: Schwarz,
  ...
Reihe 1, Pixel 640: Schwarz,
Reihe 2, Pixel 1: Schwarz,
  ...
Reihe 480, Pixel 640: Schwarz.

Diese Liste mit 640x480 = 307200 Einträgen ist nötig um einen schwarzen Bildschirm in VGA Auflösung mit einer roten Linie links-oben darzustellen. Indem jeder einzelne dieser Einträge abgeändert wird, können fotografische Bilder erstellt werden.

Vektor basierte Programme wie Coreldraw, Adobe Illustrator, Inkscape, ... würden das obige Ergebnis mit nur 2 Zeilen darstellen:
Reihe 1, Pixel 1 bis Reihe 480, Pixel 640: Schwarz,
Reihe 1, Pixel 1 bis Reihe 1, Pixel 6: Rot.

 
Und das ist nur VGA Auflösung, die kaum noch jemand nutzt. Die meisten Computer-Bildschirme sind heute auf 1280*2048 (2621440 Pixel) oder höher eingestellt. Welche wahnsinnigen Datenmengen.

Kompressierte Bildformate wie .jpg versuchen die Vektor-Technik auszunutzen und Flächen zusammenzufassen anstatt jedes Pixel einzeln zu erfassen. (ähnlich tun es übrigens auch Video-Kompressionsverfahren, die nicht mehr jeden Bildpunkt erfassen, sondern nur die Punkte registrieren, die sich tatsächlich ändern.)

So könnte es z.B. folgendermaßen aussehen: 
Reihe 24, Pixel 78: Start eines grünen Rechtecks mit Höhe=75 Pixel, Breite=39 Pixel

Auf diese Weise werden ganze 2924 Einzeleinträge vermieden, die allesamt nur "Reihe x, Pixel Y: Grün" gewesen wären.

Jedes Dateiformat nutzt andere Berechnungsgrundlagen (sog. Algorythmen) um das zu bewirken; Bedingt dadurch variiert auch ihre Qualität in Abhängigkeit vom jeweiligen Bild oder der beabsichtigten Nutzung. 
Andere Formate wie z.B.:
 .png oder .gif ermöglichen transparente Pixel,
.psd fügt Ebeneninformationen hinzu,
.pdf kombiniert text, Vektor und Bitmap Informationen in einer einzigen Datei.
...

Zurück zu den Bildern:
Es ist eine fast aussichtslose Fleißaufgabe für Cubisten ein photorealistisches Bild in einem Vektorprogramm zu erstellen. Diese Programme sind aber sehr hilfreich, wenn es um den Einsatz von Plottern oder CNC-gesteuerten Fräsen geht. Die Software liefert immer die Koordinaten um gerade Linien, Kurven oder Ecken zu beschreiben, denen die Maschine dann mit Stift, Messer oder Fräsbohrer folgen kann ohne zuvor Unmengen an Daten verarbeiten zu müssen.
(Im übrigen ist das auch der Grund, warum unsere Plotter beim Betrieb ziemlich laut sind.Jede Reihe und jede Spalte heißt für je einen von zwei Motoren im Plotter immer einen Schritt vor oder zurückdrehen. Da es sehr schnell hintereinander erfolgt, hört man das ständige Anfahren und Abstoppen als sonores Brummen).

Haupt Vorteil - neben dem Einsatz bei Plottern und Fräsen - ist die unbegrenzte Skalierbarkeit von Vektorgrafiken. Ein Bitmap besteht immer aus einzelnen Bildpunkten. Diese kann man zwar größer darstellen, dann werden diese aber (da sie immer quadratisch sind) schnell sichtbar und es entstehen - vor allem an Diagonalen und Kurven - stufige Kanten, sogenannte Artefakte. Ein Vektorbild hingegen ist frei Skalierbar. 
Vergrößert man den Abstand zwischen zwei Koordinaten (immer in Bezug auf den Punkt 0,0 in der linken oberen Ecke des Bildschirms), bleibt die Linie dazwischen immer noch gleich, nur eben länger. Artefakte gibt es nicht.